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Hochsensibilität und Trauer

By 30. Dezember 2022Februar 1st, 2023PODCAST
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Hochsensible trauern anders.

Doch in unserer Gesellschaft wird dem Trauern oft kein Raum gegeben. Wir lernen es nicht in der Schule und zumeist auch nicht von uns nahestehenden Menschen, Und das, obwohl die Themen Tod, Verlust und Trauer ganz stark zum Leben dazugehören.

Diese Folge lege ich Dir sehr ans Herz, wenn Du gerade trauerst, aber auch, wenn Du keine Scheu davor hast, in die Tiefe der hochsensiblen Gefühlswelt einzutauchen.

 

TRANSKRIPT:

Hallo und herzlich willkommen zu meinem Podcast. Außergewöhnlich hochsensibel. Mein Name ist Karin Abriel und ich begleite außergewöhnliche, hochsensible Frauen dabei, ihre beste Version zu leben. Ja, und heute habe ich mich dazu entschlossen, eine Folge zu einem Thema zu machen, das für mich gerade sehr aktuell ist. Es geht um Trauer, denn vor wenigen Tagen musste ich meinen Kater völlig unerwartet und plötzlich gehen lassen. Und ja, es ist Anlass dafür, mich wieder mehr in den letzten Tagen mit der Trauer auseinanderzusetzen, die gerade für uns Hochsensible oftmals besonders intensiv und so meine ich, anders passiert. Ja, das Thema Trauer begleitet mich in den letzten Tagen wieder einmal sehr.

Es ist ein Lebensthema, das jeder Einzelne von uns in unterschiedlicher Intensität immer mal wieder durchlebt. Und ich glaube auch, dass es ein Thema ist, dem wir wieder mehr Aufmerksamkeit schenken dürfen und müssen. Denn wie gesagt, es betrifft jede einzelne, jeden einzelnen von uns. Und das, was unsere Gesellschaft oftmals ausmacht, ist, dass wir keine Trauerkultur mehr haben. Denn ganz egal, ob es ein Tier ist oder ein Mensch, von dem wir uns verabschieden müssen, in den meisten Fällen wird es so gehandhabt, dass es ein oder zwei Tage gibt, die, wenn man im Berufsleben steht, die einem als Auszeit ermöglicht werden.

Und danach nimmt das Leben sehr, sehr schnell wieder an Fahrt auf. Und das führt dazu, dass Trauer oftmals ich sag das immer so gerne oftmals stecken bleibt, dass wir nicht ausreichend Raum haben oder uns ausreichend Raum geben zu trauern. Und in früheren Zeiten war ja das völlig anders, denn da gab es zum Teil Trauer. Das Trauer, ja, da gab es einfach unterschiedliche Rituale, die einen Menschen dabei unterstützt haben, in seiner Trauer zu sein und seine Trauer auch zu leben und zuzulassen. Und das Thema Trauer begleitet mich, seit ich denken kann. Also ich bin da in ganz besonderer Art und Weise auch geprägt, denn aus meiner Familiengeschichte heraus gab es einige Situationen, die sehr, sehr viel Trauer mit sich gebracht haben.

Und diese Trauer habe ich bereits als Kind sehr, sehr stark gespürt. Die war allgegenwärtig. Auch wenn im Außen keine Situation Anlass gewesen wäre, war sie in meinem Leben seit ich denken kann, allgegenwärtig. Und das hat mich immer wieder beschäftigt. Und vielleicht kennst du das von dir selbst oder auch, wenn du ein hochsensibles Kind hast. Die Themen rund um den Tod sind für viele von uns schon seit Kindheitstagen sehr präsent und wir beschäftigen uns damit. Und wir stellen uns die Fragen nach dem Tod, dem, wie es danach weitergeht, warum wir sterben, warum das Leben endlich ist. Und all diese ich sag so typischen Lebensfragen begleiten uns einfach oftmals schon von Kindheit an und genauso war das bei mir vor allem eben auch, weil ich dieses Thema Trauer sehr, sehr präsent hatte. Und es war auch immer sehr, ähm ja, für mich immer sehr bemerkenswert, dass ich, als ich dann älter wurde, bei anderen Menschen sehr stark diese Trauer auch wahrnehmen konnte und zwar Trauer wahrnehmen konnte, die bei den Menschen selbst noch unter der Oberfläche geschlummert hat.

Also wir alle tragen ja unsere Prägungen und ich habe immer sehr schnell gemerkt, wenn ein Mensch in meiner Umgebung sehr viel Trauer in sich trug, eben oftmals noch bevor der Mensch das selbst überhaupt bewusst wahrgenommen hätte. Also das Trauerthema ist eines, das ist auch diese, diese Schwere, die ich immer mal wieder in mir spüre und die mich auch seit ich denken kann, begleitet. Denn das ist einfach meine. Ich möchte jetzt nicht sagen meine Bürde, das ist mein, mein Thema. Und ich habe dann auch vor einigen Jahren, also es sind jetzt so fünf Jahre, wo ich begonnen habe, mich dem Thema zu stellen, denn früher war es bei mir so, dass ich nicht einmal auf einen Friedhof gehen konnte.

Also ich habe, wenn wir, wenn ich früher als Kind mit meiner Familie im Auto saß und wir einen Weg gefahren sind, wo ich wusste, da fahren wir an einem Friedhof vorbei, da war das für mich ganz, ganz schlimm. Und ich habe jedes Mal, wenn wir daran vorbeigefahren sind, die Augen zugemacht. Ich hatte immer diesen diese Scheu. Also ich habe es zwar sehr stark gespürt, ich habe Traurigkeit sehr stark gespürt. Ich habe Trauer sehr stark wahrgenommen, aber trotzdem hatte ich diese Chance, mich dem Thema wirklich zu stellen, dem Thema Verlust, auch mich zu stellen. Ich hatte immer eine ungeheure Angst davor, Menschen, die mir nahe stehen, zu verlieren.

Und es hat mich auch im Erwachsenenalter natürlich immer mal wieder eingeholt und begleitet. Und ich habe aber dann in meinem Leben gab es dann einige Situationen, die mich ja zu Beerdigungen, zu Begräbnissen geführt haben und diese waren dann Anlass, mich wirklich mit dem Thema wieder auseinanderzusetzen. Und so habe ich dann begonnen, als Trauerrednerin zu arbeiten und das mache ich jetzt seit circa fünf Jahren.

Und es ist unglaublich, unglaublich bereichernd, was diese Arbeit mit mir macht. Es ist für mich sehr spannend, mich selber dabei zu sehen, mich selber dabei zu beobachten. Denn vor eher vor einigen Jahren noch, hätte ich mir niemals denken können, dass ich auf so vielen Beerdigungen spreche, dass ich auf so vielen Beerdigungen dabei bin und Teil bin in einer Situation, wo ich natürlich in ungeheurer Art und Weise mit Trauer umgeben bin. Und ich war dann sehr überrascht nach meinen ersten Reden, dass ich das gut hinkriege, dass ich mich da in einer guten Art und Weise durchlässig machen kann und. Den Menschen auch etwas etwas geben kann in der Situation der tiefen, tiefen Trauer.

Und natürlich ist es immer etwas anderes, wenn man als Außenstehender das Thema um sich hat, wahrnimmt und damit auch sicher in einer ganz anderen Art und Weise umgehen kann, als wenn es einen selbst betrifft. Aber trotzdem hat mich diese Zeit bis jetzt unglaublich viel gelehrt. Sie hat mich zum einen gelehrt, dass wir dem Thema Tod und Trauer gegenüber oftmals ungeheuer sprachlos gegenüberstehen, dass wir keine Worte finden für das, was wir spüren, denn wir lernen es nicht. Wir lernen nicht, mit dem Thema Tod und Trauer umzugehen. Wir lernen es. Vielleicht haben wir eine Stimme versagt heute bei diesem so schweren Thema.

Wir lernen es vielleicht in der, in der Schule, im Religionsunterricht, wenn wir uns in einer ganz bestimmten Art und Weise diesem Thema annähern, je nach Religionszugehörigkeit. Aber gerade als Trauerrednerin bin ich dann auf Beerdigungen, wenn der Verstorbene oder die Verstorbene keine Religionszugehörigkeit hatte, wenn kein Priester oder Religionszugehörigkeit, kein Mensch da spricht und. Ich habe eben stark gemerkt, dass die Sprachlosigkeit enorm ist diesem Thema gegenüber, aber auch die Scheu, sich damit tatsächlich zu beschäftigen. Denn wenn ich als Trauerrednerin mit den Angehörigen spreche, da kommt ganz oft der Satz Ich weiß eigentlich nicht, was ich sagen soll. Oder auch Ich weiß eigentlich nicht, wie ich mich jetzt fühlen soll. Ich weiß nicht damit umzugehen. Es ist manches Mal eine Herausforderung für mich gewesen. Etwas zu erfahren, etwas zu erfahren von dem Menschen, der verstorben ist, eine Offenheit diesbezüglich zu ermöglichen.

Ich habe mit den Jahren gelernt, mich auch mit mit dieser Situation zurecht zu finden. Aber das war am Anfang irrsinnig, bemerkenswert und überraschend für mich, da ich da, da ich darauf nicht vorbereitet war. Ich war auf diese Sprachlosigkeit nicht vorbereitet, die das Thema Tod und Trauer so oft mit sich bringen. Aber natürlich kann ich es aus meinem eigenen Erleben heraus unglaublich gut nachvollziehen, wie. Es ist, sich mit diesem Lebensthema tatsächlich zu beschäftigen. Und ich glaube, dass gerade wenn wir als hochsensible Frauen den. Der Podcast Podcast richtet sich an Frauen. Aber natürlich sind da auch Männer betroffen, wenn wir hochsensibel durchs Leben gehen, dass wir Trauer vielleicht noch einmal intensiver wahrnehmen und erleben als unsere normalsensiblen Mitmenschen. Und das möchte möchte ich jetzt auch gar nicht werten. Aber ich glaube, dass über unsere vermehrte Aufmerksamkeit durch unsere erhöhte Aufmerksamkeit. Ein viel tieferes Verarbeiten und langfristigeres Verarbeiten oftmals mit einhergehen. Und ich kann mir gut vorstellen, dass du, die du das jetzt hörst, das Thema Trauer und dieses Gefühl der Trauer auch schon einmal in deinem Leben gespürt hast. Und ich kann mir auch vorstellen, dass es dich nach wie vor begleitet, dass das Thema und das ist etwas, was der Trauer, glaube ich eigen ist, niemals zu Ende ist. Dass wir niemals fertig trauern. Etwas, das vielleicht in unserer Gesellschaft oftmals erwünscht wäre. Dass man sich eine Zeit lang vielleicht zurückzieht und in seiner Trauer bleibt und danach aber irgendwann wieder dieses, diese, diese Schwere gewichen sein muss und das Leben wieder normal unter Anführungszeichen weitergeht. So wird es eben zum Beispiel im Berufsalltag oft gehandhabt, dass das diese zwei Trauertage ausreichen müssen, um wieder mit beiden Beinen im Leben zu stehen. Und ich glaube, dass das nicht gesund ist, denn ich habe einige Klientinnen begleiten dürfen, die darunter sehr stark gelitten haben und diesem Druck von außen, dass die Trauer doch endlich gewichen sein muss, dass das normale Leben doch endlich wieder Einzug gehalten hätte. Und das ist, glaube ich, etwas, das wir. Endlich auch wieder kommunizieren müssen, dass Trauer nicht schwindet, dass sie sich verändert, dass sie sich verändert und dass wir lernen, mit unserer Trauer zu leben. Aber gerade als hochsensible Menschen, als hochsensible Frauen spüren wir Verlust von geliebten Menschen oder auch Tieren oftmals besonders intensiv. Und diese tiefe Trauer begleitet uns dann sehr lange und ich mache diese Folge auch um dir. Um dir meine. Meine. Gedanken. An die Hand zu geben. Diese. Diese Herangehensweise auch vielleicht in deinem leben zuzulassen, dass das wir nie fertig sind mit. Trauern. Dass wir. Dass wir Trauer einladen dürfen, eine Begleiterin in unserem Leben zu sein. Dass wir. Diesen Schmerz nicht wegmachen müssen. Dass wir dieses Gefühl des Verlustes nicht überwinden müssen. Sondern dass wir lernen dürfen, damit zu leben. Dass wir lernen dürfen, unseren Weg erhobenen Hauptes weiterzugehen. Aber mit dieser tiefen Verbindung, die, glaube ich, nur Trauer in uns auslöst, Denn unsere Trauer führt uns an eine Grenze.

Und auch der Tod eines geliebten Menschen oder Tieres führt uns an eine Grenze, der wir uns nur in Situationen annähern, die anders ist als alles, was wir aus unserem Alltag sonst kennen. Wir werden zurückgehen. Zurückgeworfen. Zu unseren Wurzeln. Wir werden zurückgeführt an etwas Ursprüngliches, an etwas ganz, ganz Eigenes. Und wenn du. Bereits Trauer in deinem Leben gespürt hast, dann kannst du wahrscheinlich nachvollziehen, was das bedeutet, wenn ein Mensch oder Tier plötzlich geht und dieses Gefühl sich breitmacht des Verlustes, wo nichts anderes mehr zählt. Wo dein Alltag anfängt still zu stehen. Wo du in dieser Verbindung mit dem Verstorbenen in einer ganz besonderen Art und Weise stehst.

Wo nichts damit zu vergleichen ist. Wo auf einmal alles anders ist. Das war bei mir jetzt über die Weihnachtstage der Fall, denn ich habe mir für dieses für diesen Jahresausklang sehr stark vorgenommen, keine Raunächte in Form von Ritualen zu praktizieren, wie ich es die letzten Jahre gerne gemacht habe, sondern das, was ich mir vorgenommen habe, war, still zu werden und leer zu werden. Ich habe mir nichts vorgenommen an Tätigkeiten, Aktivitäten oder auch Ritualen, sondern ich habe mir vorgenommen, einfach zu spüren, den Jahresausklang, die Raunächte und dieses Leerwerden und Stillwerden ist mir dann in ganz besonderer Art und Weise vom Leben geschenkt worden. Denn am. 24. zwölfte Am 24. Dezember, kurz vor dem Heiligen Abend, sind wir das erste Mal mit unserem Kater, der sich plötzlich ganz verändert in seinem Verhalten gezeigt hat, zum Tierarzt gefahren, haben dort fast den ganzen Tag verbracht. Es wurde dann leider gar nicht besser. Wir sind abends dann hin, als die ganze Familie schon versammelt war, in die Tierklinik gefahren und unser Kater hat dann noch zwei Nächte dort verbracht, bevor wir ihn dann ganz plötzlich unerwartet gehen lassen mussten. Das war absolut unvorbereitet. Unser Kater war noch nicht einmal zehn Jahre alt und es ging ihm eigentlich immer gut.

Es war absolut plötzlich und unvorbereitet. Und ja, diese Stille und die Leere, von der ich gesprochen habe, die hielt dann ganz, ganz plötzlich Einzug in mir und um mich. Denn wenn du selbst ein Tier hast oder auch schon einmal hattest, dann glaube ich, kannst du gut nachvollziehen, dass auch dieser Schmerz unglaublich tief gehen kann. Denn gerade ein Tier begleitet dich in den meisten Fällen rund um die uhr, Tag und Nacht. Es ist immer um dich. Und es war auch bei meinem Kater eben so, dass es so viele Jahre lang stets an meiner Seite war. Und ja, dass natürlich diesen, diesen Schmerz und diese Trauer ganz, ganz stark spürbar macht, wenn auf einmal alles anders ist.

Und da glaube ich, ist es ganz, ganz egal, oder? Da gibt es keine Wertung, ob das ein Tier oder ein Mensch ist, von dem du dich verabschieden musst. Es ist dieses. Leer werden, dieses urplötzlich leer werden und zurückgeworfen werden auf ein ganz, ganz rudimentäres Gefühl, auf dieses Gefühl von Trauer und Trauern, das einfach mit nichts anderem zu vergleichen ist. Und das, was ich in den letzten Jahren so oft erlebt habe, ist eben, dass Klientinnen immer mal wieder diesen Druck gespürt haben, dass es doch endlich erledigt sein muss. Und ich glaube, es gibt auch diesen Ansatz in der Psychologie, dass man ab einem gewissen Zeitpunkt, wenn die Trauer immer noch sehr präsent ist, sagt, dass es eine posttraumatische Belastungsstörung ist, die sich daraus entwickelt hat.

Ich weiß jetzt leider gar nicht genau, wie lange, ähm wie viel Zeit da verstrichen sein muss, um diese Diagnose zu bekommen. Ich glaube, dass wir zu stark diagnostizieren, zu viel diagnostizieren, gerade wenn es um solch lebensverändernde und es sind lebensverändernde Situationen geht. Natürlich trauern wir alle anders und unsere Trauer ist in jedem Fall einzigartig, so einzigartig wie wir selbst. Denn wir tragen unsere Prägungen, wir tragen unsere Geschichten, wir tragen unser unsere Verhaltensweisen, die wir uns angewöhnt haben in uns. Und deshalb kann man das auch, glaube ich, nicht vergleichen. Und deshalb gestaltet sich es für mich auch unglaublich schwierig, eine derartige Diagnose zu stellen, wenn die Trauer dann einfach länger dauert. Es gibt bei uns so viele Herangehensweisen, so viele rationale Herangehensweisen, wie was zu sein hat, wann etwas fertig sein muss, wie lange etwas dauern darf.

Und wir werden aber in unserer Individualität dabei oft nicht berücksichtigt. Denn ja, wir sind, wir sind gerade als hochsensible Frauen in ganz besonderer Art und Weise. Tief spüre ich und dieses tiefe Spüren braucht Zeit. Und dieses tiefe Spüren braucht Raum. Und damit werden wir eben gerade in Zeiten der Trauer in ganz besonderer Art und Weise konfrontiert. Und mit dieser Folge. Heute möchte ich dich einladen. Ich möchte dich einladen. Gibt dir deinen Raum immer zu geben für alles, was du spürst, für alles, was in dir arbeitet. Und gerade wenn es schmerzhaft ist, gerade wenn es Trauer ist. Die auch immer wieder zuzugestehen, dass sie da sein darf, dass sie da sein darf. Und dass sie dich begleiten darf.

Dass sie eine sehr wertvolle Begleiterin werden darf, die dich immer mal wieder daran erinnert, woher du kommst und wohin du gehst. Denn auch das kann unsere Trauer, glaube ich, in besonderer Art und Weise, Denn sie konfrontiert uns mit diesen Grenzerfahrungen, mit Grenzerfahrungen, die uns immer wieder auch vor die Fragen des Was passiert nach dem Tod führen, die uns immer wieder auch in einer gewissen Art und Weise zeigen, dass wir spirituelle Wesen sind, dass wir Wesen sind, die man nicht einteilen kann. Mit trauerst du zwölf Monate und dann bist du wieder mit beiden Beinen hier am Boden.

Sondern gerade derartige Erfahrungen von Tod und Verlust und Trauer können uns auch. In sehr schöner Art und Weise zu unserer Spiritualität führen, können uns dahin führen, dass wir uns wieder damit beschäftigen, woher wir kommen und wohin wir gehen, was wir spüren. Ich sag jetzt gar nicht, was wir glauben, denn Glaube hat für mich sehr stark einen religiösen Inhalt. An etwas glauben ist für mich eine sehr rationale Herangehensweise, vielleicht eine rationale Herangehensweise, die wir zwar mit dem Kopf. Tun können. Die aber bei weitem nicht uns als Wesen ausmacht. Also ich halte dich eher dazu an. Zu spüren.

Worauf vertraust du? Was ist in dir für eine Weisheit, die dir, die dir sagt, was deine Wahrheit ist? Und ich glaube, diese Situationen von Trauer und Tod können uns in gewaltiger Art und Weise zu unserer Wahrheit führen, weil sie uns ermöglichen, dieses ganz. Unglaublich Leere in uns zu spüren. Und nur wenn wir leer sind. Wenn wir alles Rationale ablegen, wenn wir unseren Kopf leer bekommen, dann können wir uns in großartiger Art mit unserer Weisheit und unserer Wahrheit verbinden, die völlig unabhängig ist von allem, was wir glauben, was wir gelernt haben, was wir auf einer rationalen Ebene verstehen und wissen.

Trauer, Tod und Verlust.führen uns zu uns selbst, zurück zu unserer Wahrheit, zu unserer Weisheit. Die in allen Lebewesen angelegt ist, die wir aber in unserem Alltag oftmals ja entweder ignorieren oder über. Wie sage ich jetzt über Überdecken durch alle möglichen Ablenkungen und Mechanismen, die wir uns zu eigen gemacht haben? Trauer darf da sein, muss da sein.

Und hat einen ungeheuren Wert für uns. Und wenn wir es schaffen, auch uns unserer Trauer hinzugeben und uns zu öffnen auch für unsere Umgebung, denn wir brauchen wieder Vorbilder, Wir brauchen wieder Vorbilder, die ihre Trauer zulassen können, die darüber reden können, die sich die Zeit und den Raum zu trauern geben können. Viele von uns kommen aus Generationen, die sehr, sehr viel Trauer erlebt haben, die sehr, sehr viel Schmerz damit verbinden, sehr viele Verluste erfahren haben und nicht darüber reden konnten, die diesen. Schmerz und die Trauer weitergegeben haben, weiter getragen haben ins Familiensystem. Und wenn wir es hinkriegen, dass wir uns dem Thema Trauer gegenüber wieder öffnen, dass wir wieder freier damit leben können, dass wir dem Gefühl wieder Raum geben können, dann schaffen wir Großartiges für uns und für unsere Kinder und für alle Menschen in unserer Umgebung.

Denn Trauer gehört zu unserem Leben und der bewusste Umgang mit Trauer führt uns auch ein Stück weit zu uns selbst zurück. Und ich glaube, dass es unglaublich wertvoll. Und in diesem Sinne werde ich jetzt sicher noch. Ja, werde ich jetzt sicher noch trauern, denn dieses Gefühl ist sehr, sehr präsent gerade. Und ich hoffe, ich konnte dir ein paar wertvolle Impulse mit dieser Podcastfolge geben. Ich wünsche dir ganz viel Raum, ganz viel Zeit für dich und geh deinen Weg erhobenen Hauptes. Alles Liebe.

Deine Karin.

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Unterschrift Karin

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