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Depression – wenn die hochsensible Seele Trauer trägt. Eine sehr persönliche Folge.

By 1. Dezember 2022Januar 5th, 2023PODCAST
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Depression ist immer noch ein Tabuthema.
Warum?
Weil wir uns für die Schatten des Lebens oft schämen.
Das muss nicht so sein.
In dieser Folge erzähle ich Dir sehr offen von meinen Herausforderungen und den Herausforderungen eines hochsensiblen Systems.

Transkription:

Hallo und herzlich Willkommen zu meinem Podcast “außergewöhnlich hochsensibel”. Mein Name ist Karin Abriel und ich begleite aussergewöhnliche, hochsensible Frauen dabei ihre beste Version zu leben.

Ja, heute wage ich mich an eine Folge, die sicherlich meine bis jetzt persönlichste Folge ist und zu einem Thema dass ich auch sonst in allem was Du von mir so auf Social Media oder auch anders von mir kennst noch nicht geteilt habe. Es ist nämlich ein Thema wo ich weiß, dass es viele von uns betrifft, wir aber immer noch eine ziemliche Hemmschwelle haben darüber zu sprechen und es geht heute um das Thema Depression.

Es gab eine Zeit in meinem Leben, da ging absolut gar nichts mehr. Das ist jetzt vielleicht zu Sechs oder sieben Jahre her, meine Kinder waren damals zwar aus dem Gröbsten heraussen aber trotzdem immer noch immer noch zu Hause und mussten einfach betreut werden und ich habe tatsächlich nicht gewusst, wie ich meinen Tag über schaffe. Ich bin in der Früh aufgewacht und ich kann mich noch sehr sehr gut an diese Zeit erinnern ich bin in der Früh aufgewacht und wusste einfach nicht mehr, wie ich in irgendeiner Art und Weise den Tag überstehe, wie ich für meine Kinder sorgen kann und wie ich vor allem auch meine berufliche Selbstständigkeit, die ich damals schon hatte, über die Runden bringen werde, denn da kam ein ganz ganz riesiger Brocken auf mich zu und der hieß damals Existenzangst. Ich habe gespürt und gemerkt es geht nichts mehr. Ich kann einfach nicht so, wie ich gerne wollen würde und ja es war definitiv der absolute Kontrollverlust. Und für jemanden wie mich, der einfach gerne die Dinge kontrolliert und gerne Dinge unter Kontrolle hat, war das die mega-mäßigste Herausforderung überhaupt sich dem hinzugeben, dass einfach gar nichts mehr geht und was ich was ich auf jeden Fall dazu sagen möchte ist, dass mein Leben ein sehr schönes war zum damaligen Zeitpunkt. Also ich hatte ich hatte einen Partner an meiner Seite, der der mich absolut auffangen konnte, mit dem ich damals auch schon gemerkt habe, dass es auf jeden Fall eine sehr, sehr beständige und tiefe Beziehung ist. Ich hatte meine Selbstständigkeit, die mir unglaublich viel Freude gemacht hat natürlich auch mit mit großen Herausforderungen die damit verbunden waren. Ich hatte meine Kinder, auf die ich immer sehr stolz war und wo ich einfach auch nicht die die riesigen Sorgen hatte und ich hatte einen Hund, ich hatte eine Katze, es war um mich herum meine Welt gefühlt wirklich in Ordnung. Ich habe viele Jahre schon vorher immer mal wieder mit dem Thema Depression und depressive Verstimmung zu kämpfen gehabt. Das hat so begonnen, als ich Anfang 20 war damals war das erste mal eine Zeit, wo ich mich absolut nicht nicht mehr selbst gekannt habe, wo ich wirklich von heute auf morgen – und das ist das Heimtückische an dieser Sache für mich – wo ich wirklich von heute auf morgen in ein absolutes Loch gefallen bin wo ich von heute auf morgen völlig neben mir stand, mich nicht mehr wahrgenommen habe nur mehr eine eine Hülle meiner selbst war. Und ich kann mich so gut daran erinnern, denn es war damals Anfang 20 und ich bin mit meinem damaligen Freund nach Bali geflogen. Es war so die erste wirklich lange Reise, die ich gemacht habe. Wir hatten vor, für einige Wochen dort zu bleiben und es war wirklich von heute auf morgen. Ich kann mich noch gut erinnern – ich saß im Flugzeug, ich saß auf diesem Langstreckenflug nach Bali und auf einmal war alles anders und es war tatsächlich so wie ich jetzt sage, auf einmal war ich ein anderer Mensch, auf einmal stand ich völlig neben mir habe mich nur mehr in Watte gepackt wahrgenommen, konnte nicht mehr wirklich zu mir durchdringen.

Und das war ziemlich heftig, denn es hat dann gleich sehr heftig auch weiter weitergeführt. Ich hatte unglaubliche Schlafschwierigkeiten, ich konnte nicht mehr schlafen, ich konnte mich nicht mehr entspannen, ich war da an diesem wunderschönen Ort auf Bali und gefühlt war so alles in Ordnung. Es war damals meine Beziehung, in der ich mich wohl gefühlt habe, es waren es waren keine schwerwiegenden Lebensereignisse, die dem vorangegangen wären und trotzdem war ich von heute auf morgen schwer depressiv. Und das weiß ich heute. Zum damaligen Zeitpunkt mit Anfang 20 wusste ich gar nichts davon. Wie gesagt, ich habe ich habe eine unglaubliche Angst bekommen weil ich einfach geglaubt habe, ich werde jetzt verrückt. Ich konnte mit dem was sich da gezeigt hat, absolut und überhaupt nichts anfangen. Ja ich habe diesen Urlaub irgendwie überstanden und als ich dann zurückgekommen bin war es so, dass ich gemerkt habe, ich brauche Unterstützung, ich kann das alleine nicht schaffen und ich hatte zum Glück nie eine eine große Hemmschwelle darin, eine Stützung anzunehmen. Aber es war unglaublich schwer, jemanden zu finden bei dem ich offen reden konnte und wo ich mich wirklich gut aufgehoben fühlte. Und ich kann mich erinnern: ich konsultierte damals eine Ärztin und diese Ärztin meinte sofort, dass sie mir Antidepressiva verschreiben würde und ich brauche mich davor nicht zu fürchten, ich muss diese Antidepressiva wahrscheinlich mein ganzes Leben lang nehmen, weil ich kann das so sehen, wie wenn andere Leute einfach täglich ihre Vitaminpräparate nehmen, so werde ich halt voraussichtlich täglich mein Serotonin einnehmen müssen

Und ich habe das damals sehr, sehr seltsam gefunden und habe es auch nicht gemacht, also ich habe mir damals schon gedacht, irgendwie fühlt sich das für mich absolut nicht stimmig an- Ich habe mir eine Psychotherapie gesucht, die im Nachhinein gesagt, auch überhaupt nicht hilfreich war, die mir überhaupt nicht weitergeholfen hat, also es waren unterschiedliche Menschen ,aber ich kann mich noch gut an mein Gefühl erinnern, dass ich mich so unglaublich verloren gefühlt habe, weil mir jeder in einer Art und Weise etwas erzählt hat von dem ich aber gespürt habe, das ist nicht stimmig. Ich weiß und ich spüre in mir arbeiten da Mechanismen, die mir von außen niemand in einer Art und Weise erklären oder darlegen konnte, dass ich es nehmen konnte. Das ist mit meiner inneren Wahrheit, mit meiner inneren Überzeugung, die damals schon sehr, sehr groß und sehr, sehr ausgeprägt war, übereinstimmt, das heißt, ich habe auf der einen Seite das gehabt: ich brauche Hilfe, weil ich weiß einfach nicht, was da mit mir passiert und auf der anderen Seite habe ich aber gemerkt, dass das, was sich da in meinem Außen an Hilfe anbietet, mir absolut nicht dienlich ist. Ja, die nächsten Jahre habe ich mich dann durchgewurschtelt – also wie gesagt – ich kam mit Anfang 20 das erste Mal mit diesem Thema in Kontakt und es gab dann Zeiten, wo es besser war, natürlich was, wo es wieder schlimmer wurde und ich habe mehr und mehr gelernt, in einer Art und Weise damit zu leben, ohne mich damit abzufinden. Also ich habe immer wieder nach Hilfe gesucht- Ich habe immer, ich habe unglaublich viel gelernt, ich habe unglaublich viel gelesen, ich habe nachgelesen, ich konnte zum damaligen Zeitpunkten mit nicht mir nahe stehenden Menschen darüber sprechen, einfach auch aus dem Grund heraus – und das kennst du vielleicht – aus dem Grund heraus, das Gefühl zu haben, mich nicht zumuten zu können, mich nicht so zeigen zu können, wie ich bin. Wahrscheinlich auch und kann ich mir auch gut vorstellen, das es aus dieser Angst heraus war schwach zu sein, weil nach außen hin war ich immer die starke nach außen hin habe ich allen vermittelt, dass ich alles im Griff habe. Aber innen, in mir drinnen, sah es einfach völlig anders aus und dieses Thema hat mich jahrelang begleitet und es war in Zeiten, wo ich besonders glücklich sein durfte dann immer wieder diese Angst da, dass es von heute auf morgen sich verändern kann. Das ist von heute auf morgen passiert und der völlige Kontrollverlust wieder eintritt und ja, es gab einfach Zeiten, da wusste ich nicht mehr weiter und es gab Zeiten, da war ich, da war ich so unglaublich hilflos mit mir selbst und vor allem auch in dieser Welt, wo ich das Gefühl hatte, mir kann niemand helfen. Ich habe natürlich immer mal wieder auch Medikamente zu mir genommen, die mir eine Zeit lang geholfen haben, dann aber auch wieder nicht und das ging das ging tatsächlich so weiter und es war dann eine sehr lange Phase dazwischen. Also es war nach meinen Kindern noch einmal sehr heftig, die habe ich so Mitte/Ende 20 bekommen und dann hatte ich so sicher über ein ganzes Jahrzehnt lang ja meine Ruhe kann ich fast sagen, das war damals auch die Zeit, wo ich mich von meinem ersten Mann getrennt habe und da wirklich ganz, ganz, ganz viel über mich selbst gelernt habe, über mich selbst erfahren habe, mich selbst erfahren habe, meine Ausbildung gemacht habe, einfach ganz viel Wissen und Erfahrung angesammelt habe, mich selbst ausprobiert habe in unterschiedlichen Lebenssituationen mit unterschiedlichen Menschen in Kontakt war und gemerkt habe, wie sehr ich es liebe, ich selbst zu sein. Also im Nachhinein wurde mir dann bewusst, dass ich meine erste Zeit als ich als Jugendliche und junge Erwachsene war ich absolut nicht ich selbst, also ich war ganz weit weg von mir selbst und in der Zeit dann, als ich mich getrennt habe so zwischen 30 und 40, ging es mir gefühlt unglaublich gut, weil ich einfach endlich das Leben gelebt habe, das mir entspricht. Und zum damaligen Zeitpunkt hatte ich auch ganz stark das Gefühl, dass ich frei bin jetzt von solch depressiven Phasen und depressiven Verstimmungen, dass mir das nicht mehr passieren wird, weil ich mein Leben, weil ich mein Leben gut unter Kontrolle habe sozusagen, ja, ich habe es halt gern unter Kontrolle gehabt, weil ich mein Leben gern nach dem ausgerichtet habe, was in mir war… also es hat sich schon sehr, sehr stimmig und sehr, sehr gut für mich angefühlt und ich war lange Zeit überzeugt davon, dass mir das einfach nicht mehr passieren wird.

Ja und dann gab es die Zeit, da lernte ich meinen jetzigen Mann kennen und mein jetziger Mann hat auch zwei Kinder mit in unsere Beziehung gebracht und gemeinsam mit meinen zwei Kindern waren das dann vier Kinder und eine absolut chaotische patchwork-Situation im der ich mich wiedergefunden habe und nach außen hin natürlich stark und nach innen hin das Gefühl, dass ich das unbedingt schaffen möchte, weil es ja einfach auch Liebe war, die sehr groß war, bin ich weiterhin in dieser Beziehung auch geblieben, obwohl sie mich unglaublich gefordert hat und habe aber zu kämpfen begonnen, habe mit mir zu kämpfen begonnen, habe mit meinem Bedürfnissen zu kämpfen begonnen, habe einfach gemerkt, dass das nicht geht, dass sich das nicht ausgeht und trotzdem bin ich weiter gegangen und trotzdem bin ich habe ich mich in Situationen wiedergefunden und jede von euch die in einer Patchworkfamilie schon einmal war, weiß, was das einfach mit sich bringt, mit so vielen unterschiedlichen Energien und noch dazu mit seinen eigenen Bedürfnissen, die zum damaligen Zeitpunkt schon sehr stark ausgeprägt waren zu leben. Ja und dann passierte es eben nach einiger Zeit, also es war nicht gleich, aber nach einiger Zeit wieder und ja, es war eben die Situation, die ich dir am Anfang erzählt hab: Ich wachte auf und war in einem Loch, ich war in einem tiefen, tiefen Loch und konnte mich nicht mehr spüren, ich habe mich nicht mehr gespürt, ich habe die Menschen um mich herum nicht mehr gespürt, ich konnte meine Kinder nicht mehr begleiten, ich war wie in einem Schwebezustand und es hat mir so viel Angst gemacht, es hat mir deshalb so viel Angst gemacht, weil ich gespürt und gewusst habe: das Leben, dass ich führe bis auf bis auf diese Herausforderungen aber ansonsten das Leben, das ich führe, ist mein Leben, ich habe den richtigen Beruf, ich folge meiner Berufung ich habe den richtigen Mann an meiner Seite, ich lebe eingebettet in einer Familie, ich habe meine Kinder, ich habe so viele Menschen um mich herum, die ich liebe, mit denen ich gerne zusammen bin und trotzdem ist da dieses Loch und es hat mich so unglaublich wütend gemacht. Ich war so unglaublich wütend auf meinen Körper, weil – vielleicht kennst du das – auch ein sensibler Körper ja doch auch ein sehr sensibles Hormonsystem mit sich bringt und diese Hormonschwankungen und das weiß ich jetzt, habe ich höchst intensiv vom Anfang an gespürt, diese Hormonschwankungen waren bei mir immer ein ein Pegel der von 0 auf 100 ging und jetzt im Nachhinein weiß ich, dass ich auch zum damaligen Zeitpunkt, als mir das passiert ist vor sechs Jahren, dieses Fallen in das tiefe, tiefe Loch, das da mein Hormonsystem einfach unglaublich gefordert war, weil über lange Zeit zu viel Cortisol ausgeschüttet wurde und dieses Cortisol gilt ja als das Stresshormon schlechthin und ich habe dir von dieser Patchwork-Situation erzählt die mich doch einige Jahre sehr, sehr gefordert hat

Und ja schlussendlich dann eben da darin resultiert hat, dass ich sage das jetzt in meinen Worten immer so, dass das System gekippt ist, dass das System gekippt ist und sich lange lange Zeit nicht mehr erholt hat und das Schwierigste an der Situation war eben auch,da wieder der absolute Kontrollverlust. Ich bin in der Früh aufgewacht und wusste nicht, ob ich den Tag überstehe und wie ich ihn überstehe, ich hatte so viele liebe Menschen um mich herum, ich hatte so ein schönes Leben, das ich gerne leben wollte, ich habe aber nicht aus dieser, ich habe nicht aus diesem Loch rausgekommen, ich konnte nicht aus dieser Schwere und was damals unglaublich schwierig zusätzlich für mich war, war auch da dieser Spießrutenlauf zu verschiedensten Ärzten. Also ich habe mich wirklich wie ein Versuchskaninchen gefühlt, weil ich habe viel ausprobiert, also ich habe wirklich viel ausprobiert und jeder Arzt und jede Ärztin, die mir empfohlen wurde, die ich konsultiert habe, immer gemeinsam mit meinem Mann, der mich da echt sehr durchgetragen hat, hat mir etwas anderes, vermeintlich hilfreiches mitgegeben und ja es war einfach über ein halbes Jahr lang keine Besserung da, ganz im Gegenteil, ich habe unterschiedliche Phasen in dieser Zeit durchgemacht, ich habe Phasen durchgemacht, wo ich mir gedacht habe, ich nehme jetzt ganz starke Medikamente, damit das nur aufhört und ich habe Phasen mitgemacht, wie ich gesagt habe: nein, ich schaffe das gänzlich ohne Medikamente, ich habe mir damals mit meinem Mann gemeinsam eine Ayurveda-Kur in Indien gebucht, weil ich mir dachte, ich muss einfach nur dafür Sorge tragen, dass mein System wieder zur Ruhe kommt, dass mein Hormonsystem wieder zum Ausgleich findet, ja, das war zwar ganz schön, hat aber definitiv nicht den Erfolg gebracht, den ich mir gewünscht habe, weil es ist halt gerade wenn man in dieser depressiven Verstimmung lebt oder in einer Depression feststeckt jeder Ortswechsel, jede Veränderung noch einmal verunsichernd und nicht wirklich hilfreich in so einer Situation.

Ja, lange Rede kurzer Sinn: Es gab sehr viele sehr schmerzhafte Situationen in der Zeit für mich und ich habe so viel über mich selber gelerntm, wie mein ganzes restliches Leben nicht, ich habe gelernt, dass ich Kontrolle und Sicherheit niemals im Außen finde, ich habe gelernt, dass ich meinen Körper, auch wenn ich glaube, geglaubt habe, dass ich immer so gut auf ihn aufgepasst habe, immer noch massive überfordert habe in vielen Situationen und in vielen Lebenslagen, ich habe gelernt, dass mein Wille manchmal zu stark ist für meinen Körper, dass mein Körper der wertvollste Gradmesser überhaupt ist, wenn es darum geht gesund zu sein und in mir ruhen zu können und das ganze ging dann schlussendlich so aus, dass ich wei, das kennst du wahrscheinlich auch, dass es in deinem Leben dann manchmal Menschen gibt, die sich zeigen und die die einfach alles verändern und bei mir war das damals ein Arzt der nach einem Ärzte-Marathon – ich wollte gar nicht mehr hingehen, mein Mann hat mich damals ja fast hingeschleppt zu diesem Arzt – und es war ein Arzt, der der ganz genau hingeschaut hat, der der mich ganz ganz, genau und viele Dinge gefragt hat, der sehr analytisch war, was dem Verstand wiederum sehr zu Gute gekommen ist, weil ich wollte mich ja immer verstehen, ich wollte verstehen, was da mit mir passiert-

Und dieser Arzt hat mir dann Schritt für Schritt zurück ins Leben geholfen und zwar ging es nicht ohne Medikamente, also ich musste eine ganze Zeit lang Medikamente nehmen, es war damals eine gänzlich andere Medikation, als ich von den Ärzten davor verschrieben bekommen habe, mein Arzt hat mir damals auch zwei Diagnosen gestellt , die mir so vieles erklärt haben, die mir so vieles erklärt haben,weil ich einfach so sehr im Widerstand auch mit mir selber war, ja, weil ich mir dachte, ich muss das doch schaffen, ich muss da doch rauskommen, mein Verstand und mein Wille sind so groß und ich will dieses Leben hier führen, ich will genau dieses Leben, das ich mir ausgesucht habe, das ich mir nach vielen vielen Stolpersteinen erarbeitet habe, ich will das führen und ich will das mit diesem Mann führen und ich will das in diesen, mit diesen Rahmenbedingungen führen und ich war so wütend auf mich selbst, dass ich das nicht und nicht hinkriege und dieser Arzt, von dem ich spreche, der hat mir vermittelt, dass das tatsächlich nicht – das ist jetzt glaube ich die Grundaussage dieses Podcasts oder dieser Podcast Folge – das es tatsächlich nicht an mir liegt, dass es ein Thema des Körpers ist, meines Körpers ist, der ein unglaublich sensibles System hat – und das kam bei mir dazu – der eine sehr massive Veranlagung hat an depressions Erkrankungen zu erkranken. Es liegt ganz stark in meiner Familiengeschichte auch und als Systemträgerin trage ich sehr viel von dieser Linie, die sehr stark damit verbunden war mit den Themen Trauer mit den Themen Depressionen und mit dem Thema der Schwere, der unglaublichen Schwere, die ich einfach seit ich denken kann in mir wahrnehmen konnte-

Und durch diesen Arzt, durch sein seine analytische Herangehensweise, durch seine Klarheit, die mir so viel Klarheit gebracht hat, habe ich gemeinsam mit mit meiner Familie wieder zurück ins Leben finden dürfen und das ist natürlich jetzt nur die Kurzversion, die Kurzversion dessen was sich da an Dramen innerhalb von vielen, vielen Jahren wenn ich jetzt mir das große Ganze anschaue abgespielt hat

Aber ich bin jetzt unglaublich dankbar dafür, ich bin so dankbar für jeden einzelnen Tag, den ich da in meinem Körper, mit meinem Körper verbunden verbringen kann, ich weiß, was ich tun muss, um mein System stabil zu halten, ich weiß, was ich brauche und was ich unbedingt auch mir gebe, was ich, wenn es sein muss, auch einfordere um in meiner Stabilität bleiben zu können, also es hat sich in unserem Leben sehr, sehr viel verändert, Wir haben dann die Familien-Strukturen verändert, wir haben uns einfach oder ich habe mir einfach wieder den Raum genommen, den ich zum Gesundwerden und überhaupt zum Leben brauche, denn ich glaube da stimmst Du mir zu, mit so einem sensiblen System sind immer wieder diese Herausforderungen verbunden, bei mir noch einmal mehr durch meine Systemgeschichte, die ich seit ich denken kann, in mir und mit mir trage.

Und warum ich das Teile ist ja, weil ich eben noch einmal zu dieser Kernaussage zurückkommen möchte: Wir hadern und wir zweifeln so oft mit uns und an uns selbst.

Erlaube dir den Gedanken, dass nicht Du dafür verantwortlich bist, nicht du – mit nicht du meine ich das, mit dem Du dich identifizierst, sondern es sind unsere Systeme da draußen, die uns immer mal wieder in Situationen bringen, wo unser eigenes System kollabiert wo unser eigenes System kippt und die Stärke daraus, die holen wir nur dann, wenn wir lernen, damit klarzukommen uns unseren Raum aufzumachen, den wir brauchen um in unserer Stabilität und in unserer Klarheit zu sein und wir brauchen Menschen an unserer Seite, die uns dabei begleiten, davon bin ich ganz fest überzeugt, auch wenn ich wirklich lange Zeit sehr enttäuscht war, sehr enttäuscht war, weil ich das Gefühl hatte, ein Versuchskaninchen zu sein und niemand sich getraut hat, mir zu sagen, dass er oder sie nicht weiter weiß-

Und ich glaube, das ist auch der Grund, warum ich jetzt einfach so frei von der Leber weg diesen diese Podcast Folge spreche, weil sollte es dir ähnlich gehen, dann lade ich Dich ein Dir Hilfe zu holen und wirklich, wirklich hin zu spüren, wo deine Bedürfnisse sind und wie gesagt – ich habe wirklich das Leben um mich gehabt, das ich wollte, ich habe das Leben um mich gehabt, das gut war, weil du kennst ja wahrscheinlich auch die Herangehensweise, dass eine Depression oft auch dann kommt, wenn man seinem Weg nicht folgt, wenn man seine Berufung nicht erfüllt wenn man einen schweren Schicksalsschlag erlitten hat, also ganz es gibt da unterschiedlichste Herausforderungen, die dazu führen können. Bei mir war es aber definitiv mein Körper, bei mir war es definitiv mein Körper, der mich jahrelang gezwungen hat hinzuschauen, um in dieser Stabilität auch dauerhaft zu bleiben und manchmal ist es das schönste Leben, aber wenn wir unseren Körper nicht in seiner Stabilität halten, wenn wir unser Hormonsystem vor allem das Stresshormon Cortisol, das in unserem Körper in unserem hochsensiblen Körper langsamer abgebaut wird als bei unseren normalsensiblen Mitmenschen, wenn wir darauf nicht achten, dann kippt und dieses kippen kann kann herausfordernde Folgen haben und ja, vielleicht konnte ich dir mit dieser Podcast-Folge ein Stück weit auch einen Impuls geben, der für dich hilfreich sein kann, denn wir sind nunmal sensible Seele in einem sensiblen Körper und das ist gut so. Auch und vor allem wenn es in unserem Alltag immer mal wieder zu massiven Herausforderungen führen kann.

ja und so verabschiede ich mich heute von Dir und wünsche dir, dass du deinen Weg auch weiterhin erhobenen Hauptes gehst. Alles Liebe zu Dir!

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Unterschrift Karin

„Being you and me“

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