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PODCAST

Bist Du tatsächlich hochsensibel? Oder einfach anders anders?

By 8. Dezember 2022Juli 6th, 2023Keine Kommentare
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Hochsensibilität und hochsensibel sein ist heute schon in aller Munde.
Aber was bedeutet es denn tatsächlich?
In dieser Folge erfährst Du mehr – wissenschaftliche Hintergründe bis hin zu spirituellen Herangehensweisen.

TRANSKRIPT:

Hallo und herzlich Willkommen zu meinem Podcast “außergewöhnlich hochsensibel”, mein Name ist Karin Abriel und ich begleite außergewöhnliche, hochsensible Frauen dabei, ihre beste Version zu leben. Ja, da sind wir heute auch schon ganz beim Thema. Beim Thema “was ist denn eigentlich Hochsensibilität” und bei einer Frage, die du dir vielleicht oder sogar sehr wahrscheinlich auch schon einmal gestellt hast… nämlich bist du tatsächlich hochsensibel oder einfach anders anders, wie ich es in meinem Untertitel dieser Folge bezeichne.

“hochsensibel” – das Wort gibt es noch nicht wirklich sehr lange- Es war Ende der 90er Jahre, wo Elaine  Aron in Amerika sich das erste Mal diesen Begriff zugewandt hat. Sie war nach einer Operation und im Zuge ihrer Genesung ist sie darauf aufmerksam geworden, dass Ihr Körper irgendwie anders reagiert als bei anderen. Die Ärzte konnten diesbezüglich nicht weiterhelfen und so hat sie sich gemeinsam mit ihrem Mann damals der Wissenschaft zugewendet und hat begonnen zu forschen und hat als erste eben diesen Begriff “hochsensibel” oder auf Englisch “high sensitive” veröffentlicht, wobei sie nicht mit diesen Begriff zunächst an die Öffentlichkeit gegangen ist, sondern sie hat diese begrifflichkeit “sensory processing sensibility” geprägt, das heißt eine erhöhte Sensibilität beim Verarbeiten von Sinnesreizen und diese “sensory processing sensibility” wurde dann auch als “high sensitive” bezeichnet und bei uns kam das eben dann als “hochsensibel” in Europa an und auch in der Literatur wirst du aber das deutsche Wort “hochsensitiv” finden. Manche meinen, dass es einen Unterschied gibt zwischen hochsensiblen und hochsensitiven Menschen, nämlich zum Beispiel diesen Unterschied, dass hochsensitive Menschen über mehr als ihre fünf Sinne ihre Umwelt wahrnehmen, während hochsensible Menschen eine erhöhte Wahrnehmung über die bekannten fünf Sinne haben. Das ist eine Herangehensweise, ich möchte mich in der heutigen Folge aber nicht auf diesen Unterschied fokussieren, sondern ich möchte beim Begriff oder beim Wort Hochsensibilität und hochsensibel bleiben ich möchte dir gerne ein paar, ja ein paar Aspekte an die Hand geben, die dir vielleicht helfen können dabei, noch besser dein Wesen verstehen zu können,  noch besser und noch klarer unterscheiden zu können, was es Hochsensibilität und was nicht, denn in meiner Erfahrung ist es so, dass die letzten Jahre dieser Begriff der Hochsensibilität unglaublich inflationär verwendet wird. Sobald Menschen im Leben gefordert sind, sobald irgendwelche Ding, sobald Ihnen irgendwelche Dinge begegnen mit denen sie nicht gut fertig werden, sei es jetzt bei den Kindern oder sei es auch eben bei den Erwachsenen, dann neigt man sehr schnell dazu, irgendetwas für sich zu finden, mit dem man erklärt, warum und wieso das jetzt so ist. Verstehe mich bitte nicht falsch, ich verurteile dass in keinster Art und Weise, für mich ist es ganz wichtig, dass wir einfach Klarheit darüber bekommen, was Hochsensibilität und was unser Wesen, wenn wir hochsensibel sind ausmacht und was nicht, wo wir einfach auch Abstand nehmen dürfen, denn vielleicht kennst du, oder vielleicht hast du meine Folge schon gehört, “warum du nicht über deine Hochsensibilität sprechen solltest” und ja, da erwähne ich das auch, dass es einfach heutzutage ein Begriff ist, der sehr vielschichtig verwendet wird und die wenigsten und das ist meine Erfahrung, die wenigsten wissen tatsächlich, was der Begriff beinhaltet welchen Wesenszug er beinhaltet. Weil sensibel auf seine Umgebung zu reagieren ist nicht gleichzusetzen mit Hochsensibilität und andererseits muss ich auch sagen, dass ist mir schon fast ein bisschen schwer fällt, oft den Begriff der Hochsensibilität in meinen, in meinen Texten oder generell in meiner Kommunikation so zu verwenden und ein Grund ist sicher auch, weil es eben schon so viele unterschiedliche Verständnisse sozusagen gibt diesen Begriff betreffend, aber wie gesagt eben die wenigsten tatsächlich wissen, was er denn bedeutet und da möchte ich dir heute ein paar Anhaltspunkte geben und zwar auf jeden Fall dafür, dass du dein Wesen auch noch ein Stück weit besser verstehen lernst, denn ich glaube das ist auch bei uns ganz wichtig bei uns, ich sage bei uns hochsensiblen, dass wir Klarheit haben dass wir verstehen können .
Weil unser Verstand ist ja oft unglaublich analytisch und will verstehen und da gebe ich dir einfach ein paar Aspekte heute an die Hand, ich gebe dir zum einen ein paar wissenschaftliche Aspekte an die Hand, die zum momentanen Zeitpunkt da sind, aber ich gebe dir auch eine andere Herangehensweise mit, eine sehr persönliche Herangehensweise und ja, du schaust einfach, was was für dich stimmig ist und was du für dich und dein Leben mitnehmen möchtest.

Ja wie eingangs erwähnt die sensory processing sensibility gilt als neurologische Tatsache, also es ist keine Diagnose, es ist keine Krankheit, es ist eine neurologische Tatsache. Hochsensibel zu sein ist ein Wesenszug und in der Literatur wird immer unterschieden zwischen hochsensiblen und normal sensiblen Menschen, also wenn wir uns nur auf diesen Begriff fokussieren, dann gibt es in der Literatur die Unterscheidung zwischen hochsensibel und normalsensibe. Und heute geht man davon aus, dass dieses Wesen, dass dieser Wesenszug das ist den immer schon gab und zwar sowohl bei uns Menschen als auch bei den Tieren und zwar geht man davon aus, dass die Evolutionsgeschichte hochsensible Vertreter immer schon hervorgebracht hat, weil die einfach eine bestimmte Aufgabe hatten, genauso wie die normalsensiblen Vertreter im Menschen- und im Tierreich, also nichts von beidem ist besser oder schlechter, es ist einfach eine unterschiedliche Aufgabe. und ja, früher waren hochsensible Menschen jene, die ihren Stamm frühzeitig vor Gefahren gewarnt haben, die über ihre sehr feine Wahrnehmung vieles sehr frühzeitig erkannt haben, um eben den Stamm schützen zu können, es waren die Seher, es waren die Heiler, es waren die Medizinmänner und -frauen. Und das war eben die Aufgabe,
die Aufgaben die wir in der Evolutionsgeschichte bekommen haben, die dienen ja letztlich immer nur dem Überleben der Art und so ist es eben auch mit der Hochsensibilität. Was Aaron dann veröffentlicht hat war das Ergebnis ihrer Studien, dass es in den meisten Fällen so ist, dass das hochsensible Wesen vererbt wird und zwar zumeist von der Elterngeneration auf die Kinder, manches Mal aber auch von der Großeltern- Generation auf die übernächste, sozusagen von der Großeltern auf die Enkelgeneration und des Weiteren hat man herausgefunden – und das ist etwas was ich dir auch nicht vorenthalten möchte denn ich finde dass es auch ganz, ganz spannend ist – dass bei hochsensiblen Menschen bestimmte Gehirnareale stärker aktiv sind. Und zwar sind das Areale die in Zusammenhang stehen mit Aufmerksamkeit, mit Empathie und mit Handlungsplanung. Also es konnte nachgewiesen werden, dass diese Gehirnareale bei hochsensiblen Menschen stärker aktiv sind. Was man auch herausgefunden hat ist, dass es mehr neuronale Vernetzungen im Gehirn gibt, dass es eine höhere Menge an Neurotransmittern gibt, die ausgetauscht werden, das ist sozusagen einfach ein veränderter oder ein anderer Gehirnstoffwechsel und eine ganz wichtige Sache dabei ist, dass das sensitivere und empfindlichere Nervensystem durch die höhere Hirnaktivität wesentlich schneller erschöpft ist, als bei den normalen sensiblen Menschen. Und das ist finde ich eine ganz wichtige, eine ganz wichtige Information, denn ja, das ist in unserem Körper, in unserem Wesen so angelegt, dass wir anders wahrnehmen, dass wir dementsprechend ein empfindsameres Nervensystem haben und natürlich – das liegt dann auf der Hand – auch schneller dazu neigen erschöpft zu sein. Also ist ganz wichtig glaube ich, wenn man das eigene Wesen so versteht, wenn man auch versteht, dass der Körper einfach in einer ganz anderen Art und Weise konzipiert ist, um der Aufgabe nachzukommen, wahrzunehmen und zwar sehr, sehr sensibel wahrzunehmen. Und eine Sache die auch noch ganz wesentlich ist, glaube ich und das weiß man heutzutage auch, dass einfach durch die höhere Menge an Neurotransmittern mehr Noadrenalin und auch Adrenalin ausgeschüttet werden. Noadrelanin und Adrenalin sind Hormone, die den Körper in erhöhte Aufmerksamkeit bringen, die dafür sorgen, dass der Körper, dass der Mensch in Gefahrensituationen beispielsweise, reagieren kann, dass er auf die  Gefahr aufmerksam wird und dass er reagieren kann und was dann passiert, wenn viel Noadrenalin und Adrenalin ausgeschüttet wird kommt es zum ausschütten des Cortisols. Das kennst du wahrscheinlich unter dem Begriff Stresshormon. Cortisol ist aber ein unglaublich wichtiges Hormon, denn es ist das Überlebenshormon schlechthin. Cortisol bewirkt, dass der Körper in einer herausfordernden Situation reagiert, dass er entweder in den Fluchtmodus geht oder in den Angriffenmodus. Das Cortisol hat eine ungeheure Kraft, denn das Cortisol bewirkt, dass alle anderen Funktionen im Körper runtergefahren werden, das heißt in der Situation, wo Cortisol ausgeschüttet wird, ist nichts anderes mehr wichtig, als unter Anführungszeichen als “überleben” und durch die höhere Menge an Neurotransmittern, die in einem hochsensiblen Gehirn vorhanden sind, kommt es sehr häufig zur Bildung von Noadrenalin und Adrenalin und somit auch zur Bildung von Cortisol. Das Cortisol an sich, wie gesagt, ist ein ein sehr wertvolles Hormon. Die Schwierigkeit ist aber, wenn es zu oft und in zu hohem Ausmaß ausgeschüttet wird, dann kennen wir das wahrscheinlich alle, dass wir in diesem Stress oder in diesem Dauerstressmodus sind, dass wir nicht mehr das Gefühl haben, wirklich entspannen zu können, weil das Cortisol keine Chance mehr hat oder keine Chance mehr bekommt, ausreichend abgebaut zu werden und das ist sozusagen die mega Herausforderung heutzutage, denn das finde ich auch ganz spannend:
Der Körper eines hochsensiblen Menschen hat sich im Vergleich zu den Frühzeiten noch nicht wirklich verändert, also es hat sich nicht da, äh, ist keine Anpassung vonstatten gegangen und natürlich die Umgebung hat sich unglaublich verändert. Also wir leben nicht mehr in diesen Zeiten, wo wir den Stamm vor Gefahren schützen müssen, sondern wir leben in Zeiten, wo es um uns herum ständig laut und wild und bunt und schnell und jeder Superlativ,  der dir jetzt dazu einfällt, also wir finden einfach jeden Superlativ da draußen und wir sind dadurch natürlich sehr gefordert. Aber ganz wichtig: unser Wesen ist darauf ausgerichtet, unser Wesen ist darauf ausgerichtet und unsere Herausforderung oder unsere, ja wie bezeichne ich das jetzt, um unser Wesen wirklich leben zu können, müssen wir und dürfen wir einfach lernen, gut darauf aufzupassen, auf diesen Wesenszug und das gelingt finde ich immer besser, wenn wir auch wissen, was bei uns passiert, was im Körper passiert und was sozusagen tatsächlich unser hochsensibles Wesen ausmacht.
Also ein hochsensibles Wesen hat andere Voraussetzungen und zwar durch Vererbung mitbekommen und von Geburt an. Ja und wenn du dich jetzt fragst, ob Du tatsächlich hochsensibel bist, dann ist es wahrscheinlich so, dass Du Dich ja doch schon sehr stark wieder erkannt hast in all dem, was ich dir bis jetzt erzählt habe. Aber ich habe da jetzt noch ein paar Fragen, die dir vielleicht, die da vielleicht helfen können beim Finden einer einer Antwort. Und zwar wie gesagt trägst du das hochsensible Wesen von Geburt an in dir und die meisten von uns hatten schon als Kind das Gefühl irgendwie anders zu sein. Anders zu sein oder auch “zu viel” zu sein, zu anstrengend, zu laut oder zu still in irgendeiner Art und Weise, aber zu viel, weil einfach dieses reiche Innenleben es mit sich bringt, unglaublich tief und unglaublich viel zu fühlen, zu spüren und wahrzunehmen. Eine unglaublich komplexe Wahrnehmung, die du von Geburt an mitbekommen hast, die auch große Beobachtungsgabe mit sich bringt, also viele hochsensible Menschen lieben es, zu beobachten, Verbindungen herzustellen über ihren analytischen Verstand komplexeste Verbindungen herzustellen.

Die große Empathiefähigkeit, die ist ja auch zu eigen und finde ich immer ganz wichtig, dass man da eine eine Klarheit bekommt, was denn Empathie eigentlich ist, denn Empathie bedeutet, sich in das Denken und Fühlen eines anderen Menschen hineinversetzen zu können es bedeutet nicht zwangsläufig auch in adäquater Art und Weise darauf eingehen zu müssen, also Empathiefähigkeit an sich ist nicht gleichzusetzen mit dem Eingehen auf Bedürfnisse, mit dem sofortigen Gefühl, ein Bedürfnis auch befriedigen zu müssen. Empathiefähigkeit ist einfach nur, wenn man so sagen möchte die Fähigkeit das Erleben und das Fühlen eines anderen Menschen nachvollziehen zu können.

Und wahrscheinlich, wenn du hochsensibel bist, hast du auch schon von Anfang an dieses große warum in dir, warum sind die Dinge so wie sie sind, diese vielschichtigen Wahrnehmungen, dieser komplexe und sehr analytische Verstand will einfach auch immer verstehen, warum etwas so ist und schon als Kind kamen dann oft wahrscheinlich diese Fragen auf nach dem warum das Lebens, nach dem Warum von allem was ist und etwas das du dann wahrscheinlich auch sehr gut kennst, wenn du dieses hochsensible Wesen in dir trägst, ist das stetige Fragen nach dem Sinn und dass du dir unglaublich leicht tust etwas zu tun, wenn du einen Sinn drin siehst und umgekehrt fällt es dir unglaublich schwer Dinge zu abzuarbeiten, sozusagen wo du keinen Sinn siehst, was eben oft so in beruflichen Verhältnissen der Fall ist in starren Systemen oder in sehr starren und hierarchischen Strukturen, da fällt es hochsensiblen Menschen sehr sehr oft schwer sich gut zurechtzufinden, denn da tickst du wahrscheinlich ganz anders, wenn du das hochsensible Wesen in dir trägst. Also das sind auf jeden Fall mal die, würde ich sagen markantesten Aspekte, die dir zu dem zuvor Gesagten Einblick darin geben, ob du hochsensibel bist oder nicht. Denn das hat man auch herausgefunden, dass hochsensible Kinder wesentlich stärker unter einem negativen Umfeld leiden, allerdings auch stärker von einem positiven Umfeld profitieren. Und das ist natürlich etwas, was bei vielen von uns zum Tragen kommt, die vielleicht in ihrer Kindheit nicht unbedingt die förderlichste Umgebung vorgefunden haben. Damit meine ich jetzt einfach die in ihrer Hochsensibilität oder mit ihrem hochsensiblen Wesen nicht unbedingt gesehen wurden oder deren Hochsensibilität auch nicht unbedingt positiv bestärkt und unterstützt wurde.
Und das bringt natürlich auch mit sich, dass man in weiterer Folge dann Herausforderungen im Leben zu meistern hat, die – und das sage ich auch immer ganz gerne – die glaube ich unsere Kinder nicht mehr in dem Ausmaß haben, denn wir haben einen ganz anderen Zugang als Eltern, als Erwachsene, wir haben ganz andere Grundvoraussetzungen, in denen unsere Kinder aufwachsen und da sind wir sicher schon ein Stück offener geworden, also bei vielen Erwachsenen – und das ist eben auch ein Teil der Arbeit, wenn ich mit hochsensiblen Frauen arbeite – ist es tatsächlich dieses eigene Bild des eigenen Wesens wieder bewusst ins Positive zu rücken und das eigene Wesen bewusst anzunehmen und ja, das Geschenk darin zu sehen und zu leben. Also das sind einfach Dinge, die sich in einer Generation denke ich schon einmal auf jeden Fall verändert haben.

Hochsensibel zu sein bedeutet aber eben von Geburt an mit einem sensiblen Körper und einem sensiblen Geist ausgestattet zu sein, das ist einfach, liegt im Wesen und ist veranlagt. Und weil ich im Untertitel eben auch geschrieben habe “bist du tatsächlich hochsensibel” oder im Untertitel oder “anders anders” – das kommt daher, dass ich einfach – ich habe es eh schon erwähnt – auch das Gefühl habe, dass so oft das Wort Hochsensibilität verwendet wird ohne tatsächlich ein Bezug dazu, denn nur unter Anführungszeichen, nur sensibel auf seine Umgebung zu reagieren kann auch absolut andere Ursachen haben. Vielleicht kennst du die Herangehensweise, dass ein Trauma Hochsensibilität verursachen kann, das heißt wenn einmal im Leben ein Trauma passiert ist, ein körperliches Trauma, ein seelisches Trauma, dann beginnen Körper und Seele natürlich Mechanismen zu entwickeln, um sich davor zu schützen, um sich davor zu schützen, dass etwas noch einmal passiert und der Körper und auch die Seele entwickeln eine erhöhte Sensibilität, auch da Umweltreizen gegenüber, einfach um zum frühestmöglichen Zeitpunkt ein Schutzschild hochfahren zu können und da glaube ich, dass wir sehr geneigt sind oft die Hochsensibilität oder die erhöhte Sensibilität, die durch Traumen hervorgerufen wird und den Wesenszug der Hochsensibilität vielleicht miteinander ein bisschen verwechseln. Im Grunde genommen ist es ja auch gar nicht so wichtig, dass wir ganz genau abgrenze. Ich glaube nur es ist wichtig, wenn wir mit dem Begriff leben, wenn wir den Begriff kommunizieren, wenn wir mit anderen darüber sprechen, dass wir sehr fundiert dabei vorgehen, dass wir uns selbst gut kennen, um zu wissen, ob das Thema Hochsensibilität immer schon unser Thema war, ob wir als Kinder schon mit diesem anders sein gelebt haben, ob wir immer schon das Gefühl hatten über unsere unzähligen Antennen sehr viel wahrzunehmen, sehr viel aufzunehmen oder ob es eben andere Herausforderungen oder ob es eben Herausforderungen in unserem Leben gab, die uns vielleicht in mancher Hinsicht auch sehr sensibel gemacht haben und was natürlich auch dazu kommt ist, dass beides manchmal miteinander einhergeht, eben weil viele von uns sind der Kindheit vielleicht nicht unbedingt das für das eigene Wesen förderlichste Umfeld erlebt haben. Also es kann natürlich auch sein, dass ein hochsensibles Kind, das in seiner Kindheit ein Trauma erlitten hat noch wesentlich sensibler und noch vorsichtiger auf seine Umgebung reagiert, als ohnehin schon, ohnehin schon durch das dass im Wesen veranlagte sensible. Und da ist natürlich, die Grenzen sind unglaublich fließend und es ist auch nicht einfach, hier Grenzen zu ziehen. Ich möchte dich nur dazu einladen und dazu anhalten, einfach bei dir selber genau hinzuspüren und ehrlich zu sein. Denn manchmal versteckt man sich hinter Konstrukten und das ist eben auch eine Aussage, die ich dir in der Folge “warum du nicht über deine Hochsensibilität sprechen solltest” dargelegt habe. Wir verstecken uns oft ganz gerne hinter Konstrukten “ich bin so und ich bin so” und das ist dann wie ein Stein gemeißelt und wir sind dann völlig unflexibel innerhalb dieses Konstruktes. Und das erlebe ich – und das ist glaube ich der Grund, warum ich diese Folge auch aufnehme – das erlebe ich in meiner Arbeit, das erlebe ich in meiner Arbeit mit Frauen, das erlebe ich, habe ich als Lehrerin – damals noch in der Zeit, wo ich in der Schule unterrichtet habe – sehr oft bei Eltern erlebt, die das eigene Kind oder die eigene vielleicht, ja die eigene Unsicherheit, die eigenen Herausforderungen immer mal wieder hinter diesen Deckmäntelchen Hochsensibilität, ja versteckt oder schön geredet haben. Und ich sag noch mal – bitte versteh mich nicht falsch – es hat alles seine Berechtigung und jeder tut zu jedem Zeitpunkt das was er oder sie für richtig hält. Ich glaube es ist nur ganz wichtig, wenn wir ernst genommen werden wollen, wenn wir wollen, dass unser Wesen und unsere Veranlagung Raum bekommen, dann dürfen und müssen wir ganz genau hinschauen und dann dürfen und müssen wir immer hinterfragen, bevor wir mit etwas rausgehen, an die Öffentlichkeit gehen und das ist eben beim Thema Hochsensibilität in den letzten Jahren glaube ich ein bisschen vernachlässigt worden. Also das war eben jetzt das was ich dir bis jetzt in die Hand gegeben habe war so der wissenschaftliche Zugang, der der bis jetzt da ist und was ich auch dazu sagen muss, es sind alles Vermutungen, ja sind wissenschaftliche Vermutungen, die es zum ninentanen Zeitpunkt gibt. Also es ist noch nichts wirklich definiertes oder in Stein gemeißeltes, was ist ja ohnehin nur immer so lange ist in der Wissenschaft, bis es widerlegt wird,
aber wenn dich das näher interessiert, dann findest du auf meiner Webseite karinabriel.com eine Auflistung zu allen oder zu vielen Studienergebnissen, die die Wissenschaft bis jetzt zum Thema Hochsensibilität veröffentlicht hat. Das ist diese eine Herangehensweise, die für mich sehr nachvollziehbar klingt,, ja die die Herangehensweise der Evolution, der Evolutionsgeschichte.

Ich glaube aber auch, dass es noch eine andere Seite gibt, warum es immer noch hochsensible Menschen hier gibt und warum die Anzahl sogar noch ein Stückchen höher ist, als noch vor ein paar Jahren.

Also ich glaube zum einen gibt es bei uns leider diese unglaublich große Trennung zwischen der Rationalität und der Seele … ich sag, ich verwende sehr gern das Wort Seele und eine hochsensible Seele, die ist einfach anders, die ist sensibler, berührbarer und verletzlicher dadurch sicherlich auch.

Und die hochsensible Seele, die kann sehr vieles aufnehmen, das nicht wissenschaftlich belegbar ist, die hochsensible Seele kann sehr vieles spüren, das nicht mit Worten erklärbar ist oder mit Argumenten erklärbar ist. Und ich bin überzeugt davon, dass auch das seine absolute Berechtigung hat und das ist zwischen Himmel und Erde so viel mehr gibt, als wir mit Worten beschreiben und mit unserem Verstand begreifen können.

Und hochsensible Menschen scheitern da sehr oft im Leben, weil diese Kluft in unserem Alltag so riesig ist zwischen dem Verstand und allem was uns Menschen sonst noch ausmacht und gerade wenn die Seele so sensibel und verletzlich ist, gerade dann können eben auch sehr sehr tiefe Wunden passieren.
Und deshalb möchte ich Dich einladen, dass du diese Seite in dir, die vielleicht oder wahrscheinlich da ist, die vielleicht so oft wenig Aufmerksamkeit von dir oder auch von anderen bekommt, die wenig Verständnis bekommt, wenn sie denn dann einmal nach außen dringt, dass du diese Seite in dir auch ganz bewusst und liebevoll da sein lässt, denn ich glaube gerade heutzutage es ist unglaublich wichtig, dass wir uns wieder unserer Seele zuwenden und die Herangehensweise, die andere Herangehensweise, wo ich auch absolut überzeugt bin davon ist, dass es eben jetzt gerade wieder sehr sehr viele hochsensible Seelen auf dieser Erde gibt, die kann man auch die die Brücke zur Wissenschaft schlagen, die einfach Entwicklung vorantreiben, die etwas voranbringen über Ihre sensiblen Antennen sehr frühzeitig wahrzunehmen, wo etwas nicht in die richtige Richtung geht, wo Gefahren lauern, sicher auch eine eine Brücke, die wir hier zur Evolutionsgeschichte schlagen können. Aber ich glaube, dass es gerade zu unserer heutigen, in unserer heutigen Zeit, einfach diese sensiblen Seelen braucht und ich erlebe es so leider oder kenn es natürlich von mir früher auch, sich selbst das zuzutrauen, dass man eben nicht nur zart und verletzlich ist, sondern dass man auch eine ungeheure Kraft und eine ungeheure Gabe in dieser Sensibilität trägt, die nicht nur zum eigenen Wohl sondern zum Wohle aller beitragen kann. Das ist oft ein steiniger Weg, denn wir haben es oft nicht gelernt und ich habe es ja vorher schon erwähnt, ich glaube unseren Kindern fällt es noch ein bisschen leichter, aber ganz wichtig ist es auch, dass wir als Eltern, die diese Kinder begleiten, ganz klar sind, ganz klar sind dabei, was uns ausmacht, was uns lenkt, wo wir vielleicht noch nicht hinschauen können, wollen, also ich glaube, dass wir damit nicht nur uns sondern vor allem unseren Kindern und allen Generationen danach ein unglaubliches Geschenk machen. Und gerade wenn es um die eigene Hochsensibilität oder die eigene Sensibilität geht, haben wir doch riesige Wunden, die Wunden, die auch daher kommen, dass ja das in der Geschichte ganz ganz viel passiert ist, das uns im Frau-sein verletzt hat, das uns in unserem sensibel sein verletzt hat, das uns in dem verletzt hat, was uns als Frauen ausmacht, das das ausmacht, was weiblich ist und wir dürfen uns echt wieder dahin zuwenden und mit unserer weiblichen Seele wieder verbinden, weil das braucht diese Welt unglaublich dringend – Frauen in ihrer Kraft, verbunden mit ihrer Seele, verbunden mit ihrer Sensibilität.

Und da lade ich Dich einfach ein, diesen Gedanken immer mal wieder in Deinen Alltag zu holen, Dich immer wieder zu verbinden mit dir, mit deiner Sensibilität, mit deinem Frau sein, denn genauso bist du gedacht und wenn du dich wieder erkennst als hochsensible Frau vor allem  – ich arbeite natürlich vorrangig mit Frauen aber es gilt genauso für hochsensible Männer  – wenn du dich da wieder erkennst, dann spür hin, spüre einfach deine Seele, spüre deinen Weg spür wo du noch aufmachen darfst, wo du diese Sensibilität der Welt noch schenken darfst und ja, wo du aber vielleicht auch noch ein bisschen Unterstützung brauchst.

Also es ist für uns alle immer wieder gut innezuhalten, uns vielleicht Rat einzuholen aber ganz wichtig, dass wir, dass wir ehrlich zu uns selber sind, dass wir uns selber gut kennen in unserem sensibel sein, mit unserer Hochsensibilität oder auch mit allem, was uns sonst ausmacht.

Und um noch einmal auf dieses anders anders
zurückzukommen: natürlich ist es nicht unbedingt wesentlich klare Grenzen zu ziehen. Aber vielleicht haben dich die Worte dahingehend berührt, dass du doch noch irgendwo spürst und merkst, dass es da mehrere Punkte in deinem Leben gibt, die dafür sorgen, dass du sehr sensibel durchs Leben gehst, ja vielleicht war es ein Trauma, vielleicht sind es sogar mehrere, vielleicht ist es aber auch etwas ganz anderes.

Also wir sind ja alle Menschen die völlig individuell und unterschiedlich sind und Hochsensibilität – wie gesagt – ist ein Konstrukt,  das uns sicherlich hilft uns einzuordnen, aber ich glaube, es hilft uns nur dann, wenn wir sehr klar damit umgehen, wenn wir sehr bewusst und sehr achtsam damit umgehen, dieses Wort nicht inflationär verwenden und zu unserem Wohl und zum Wohle aller einsetzen können.
Ich glaube dafür ist es auf jeden Fall das ist auf jeden Fall wichtig und dafür gibt es auch diese Begriffe die uns helfen uns selbst besser zu verstehen, um das aller allerbeste aus unserem Leben machen zu können.

Ja, ich hoffe, ich konnte dir ein Stück weit oder ein paar Impulse mitgeben, ich konnte dir vielleicht ein paar deiner Fragezeichen beantworten, wenn es darum geht, dass du dich fragst,
ob Du tatsächlich hochsensibel bist.

Lass es mich gerne wissen, ja schreibt mir gerne eine E-Mail, schaue gerne auf meiner Webseite nach, wenn du an den wissenschaftlichen Fakten oder Vermutungen interessiert bist und ich freue mich natürlich auch sehr, wenn du dich zu meinem Newsletter anmeldest, denn da gibt es immer spannende Informationen für dich als hochsensible außergewöhnliche Frau. Und bis wir uns wieder hören oder sogar wieder sehen gehe deinen Weg erhobenen Hauptes.

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